"Ein Kind hört die Stimmen seiner Eltern am liebsten."

Das Konzept

 

„Singen für Zwei“ soll werdende Eltern dazu inspirieren, für ihre Kinder zu singen.

Auch wenn es in unserer schnelllebigen Gesellschaft immer mehr in Vergessenheit geraten ist, so bleibt das Ritual „Vorsingen“ noch immer eines der besten und schönsten Mittel zur Beruhigung, zum Einschlafen oder zur Aktivierung des Kindes und stärkt ganz nebenbei den Familienzusammenhalt.


Kulturelle Bedeutung von Wiegenliedern

Eine frühe musikalische Erfahrung des Kindes in Form von Wiegenliedern war in allen Zeiten und Kulturen stets von großer Bedeutung. Wiegenlieder haben eine bindende und zugleich beruhigende Funktion. Sie vermitteln Inhalte wie Sicherheit, Geborgenheit, Zuwendung und Liebe auf musikalische Weise und damit auf einer Ebene, die das Kind viel besser aufnehmen kann.

 

Vom Singen und Zuhören
Ein Kind hört die Stimmen seiner Eltern am liebsten. Schon in der 28. Schwangerschaftswoche ist das zentrale Nervensystem so weit entwickelt, dass ein Kind hören und sogar Gesangsmelodien wahrnehmen kann. Ab der 32. Woche kann es sie sogar schon wiederkennen.

 

Dabei gelangen die tiefen Frequenzen vom Papa besonders gut zum Baby im Bauch. Die Stimme der Mama hingegen gelangt von innen zu ihm. Ihr Schall dringt sowohl über die Luft und Bauchdecke als auch über die Knochen der Wirbelsäule und des Beckens zu ihrem kleinen Zuhörer. Besonders die großen Beckenschaufeln wirken hier wie ein Lautsprecher, der die Geräusche verstärkt.

 

Kinder verstehen den emotionalen Gehalt von Musik viel früher als den von Sprache. Der Gesang der Eltern ist so gesehen Babys erste soziale, emotionale und sensorische Erfahrung. Gleichzeitig ist es auch einer seiner ersten Lernprozesse: Die auditiven Sinnesreize werden zu komplexen Erfahrungen verschaltet.

 

"Wiegenlieder haben eine bindende und zugleich beruhigende Funktion."

Für die Eltern ist das Vorsingen meist die erste bewusste Kontaktaufnahme und Kommunikation mit ihrem Kind. Diverse Studien belegen, dass pränatales Singen zur Entwicklung des ungeborenen Kindes beitragen und zu einer tieferen Eltern-Kind-Bindung führen kann.

 

Warum "Singen für Zwei"

Auf der Suche nach geeigneten Wiegenliedern für meine Gesangskurse stellte ich fest, dass es kaum welche gibt, die keinen erzieherischen oder religiösen Duktus beinhalten. Oft ist die Sprache veraltet und fast alle Wiegenlieder werden auf Aufnahmen klassisch gesungen bzw. interpretiert.

 

Diese Aspekte bewegten mich dazu, neue Wiegenlieder zu schreiben, die sowohl das Kind als auch die Eltern ansprechen, musikalisch Geschichten erzählen und die zum Zuhören und Abtauchen, aber auch zum Mitsingen einladen.

 

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© Corinna Bilke 2017